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A:   Plan C – 1150 Wien, Kriemhildplatz 
10
T:   06991 / 200 14 99
E:   walter.kanelutti[at]covision.at
Beratungs- und Arbeitsräume für Gruppen und Teams: 
c/o öigt – 1050 Wien, Schönbrunner Str. 43

Vorstandsmitglied von covision – Institut für Coaching und Supervision
Mitglied der Österreichischen Vereinigung für Supervision (ÖVS)
Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Coaching (ÖGC)

 

Neu 2016:
Kurzlehrgang „Interkulturelle Kompetenz: Psychosoziale Arbeit und Pflege in
der Migrationsgesellschaft“

Der kulturelle oder religiöse Hintergrund bei Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen hat vielfältige Auswirkungen auf die Arbeit von BetreuerInnen und Pflegepersonal.
Interkulturelle Kompetenz bedeutet praxisorientiertes Wissen über die unterschiedlichen Vorstellungen und Zugänge zum Thema „Behinderung“ sowie Selbsterfahrung über den eigenen Umgang mit Vorurteilen und mit Stigmatisierungen und Ausgrenzungen.

Weitere Informationen >>AKTUELL

 

April 2015
Ich darf zu Hause arbeiten“ 🙂   oder  „Ich muss zu Hause arbeiten“ 😦

In meiner Praxis als Coach und Berater wurde ich in letzter Zeit des öfteren konsultiert, um über die Vor- und Nachteile von Homeworking oder Telearbeit zu reflektieren. Das betraf sowohl Menschen, die sich selbstständig machen als auch ArbeitnehmerInnen, die einen Teil ihrer Arbeitszeit in dieser neuen Form der Arbeitsorganisation einbringen – sollen oder möchten. In den Medien wird periodisch beklagt, wie wenig verbreitet in Österreich diese Arbeitsformen sind, und wie vorbildlich Länder wie etwa Großbritannien wären, in denen Homeworking viel üblicher ist. Die wenigen und nicht ganz aktuellen Studien zum Thema haben entweder die Vorteile für die Unternehmen im Fokus oder sie stellen Zuschreibungen und Wunschvorstellungen von ArbeitnehmerInnen, die KEINE Telearbeit machen als Facts ÜBER Telearbeit/Homeworking dar.

 

März 2015
„Weitermachen, drüber reden oder was sonst?“ – Wenn TeilnehmerInnen in einer Kurs- oder Gruppensituation ein Trauma zur Sprache bringen“ Nachlese zum covisions-Werkstattgespräch vom 10.3.2015:

„Menschen erleben ein psychischen Trauma, wenn sie einer überwältigenden Macht zum Opfer fallen und hilflos gemacht wird. Diese Macht kann von Menschen oder von einer Naturkatastrophe ausgehen. Früher galten traumatische Ereignisse als Erfahrungen außerhalb der üblichen Erfahrung von Menschen. Heute weiß man, dass sexualisierte Gewalt und familiäre Gewalt zum Alltag sehr vieler Frauen und Mädchen gehört. Ebenso gibt es auch sehr viele Menschen, die in den letzten hundert Jahren im Krieg Gräueltaten erleben mussten, so dass auch ein Kriegstrauma als alltäglicher Teil menschlicher Erfahrung gesehen werden muss. Traumatische Ereignisse bedeuten eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit, eine Begegnung des Menschen mit Gewalt und Tod“, fasste die Referentin, die Psychotherapeutin und Coach Mag.a Manuela Klein, die Charakteristika eines Traumas zusammen.

 

Jänner 2015
In unserer Firma können wir über alles reden…

…aber ändert das auch etwas? Die meisten ArbeitnehmerInnen äußern ihre Unzufriedenheit mit der Unternehmenskultur ihres Arbeitgebers, dass Kritik und Verbesserungsvorschläge zwar eingefordert werden, aber keine praktischen Konsequenzen folgen. Die Kommentare in Unternehmensbewertungsnetzwerken wie zB. http://www.kununu.com/ bestätigen das. Also geht es darum ein Klima entstehen zu lassen, in dem Probleme auch angepackt werden. Denn – so schreibt der Wissenschaftsjournalist Wolf Lotter in „Brand eins“ (4/2014) – es sei ein Problem der „Ablenkungsgesellschaft“ zu meinen, dass alles gut wird, wenn man sich nur mal ausspricht. Doch das ist falsch. Besser wird es nur, wenn man sich ausspricht und dann das Problem ernsthaft anpackt. Das ist etwas anderes.“ Ansprechen und Veränderungen anstoßen geschieht im reflektieren, und das bedeutet systematische Herangehensweise im Coaching, in der Supervision oder der Teamentwicklung.


Dezember 2014
„Bei uns im Team…“

Wenn ich Teams und ihre Kooperationskultur in Coachings, Supervisionen und Beratungsprojekten beobachte, ist eines der meistauftretenden Phänomene, dass die Kooperation, die Informationskultur o.ä. für Misserfolge und Unzufriedenheit verantwortlich gemacht wird. Viele Menschen, die in Teams arbeiten, beschäftigen sich in erster Linie mit der Kritik am Team bzw. der Suche nach dem idealen Team. In einem Team ist das „ständige Streiten und mühsame Diskutieren“ der Quell der Unzufriedenheit, in einem anderen wiederum das Nichtaussprechen von Ärgernissen und das Nichtaustragen von Konflikten. In manchen Teams verschwindet das Ziel der Teamarbeit nahezu hinter ausufernden Besprechungen…

 

Oktober 2014
Neulich, bei uns im Team…

„Wenn Menschen sich schämen, weil sie es alleine nicht mehr schaffen, entwickeln sie Misstrauen gegen andere“, schreibt der Soziologe Richard Sennett (In: Der flexible Mensch, Berlin 1998). Das Zitat fiel mir ein, als ich einen Freund spätabends im Bus traf, und er mir erzählte, dass er das Unverständnis „der Jungen“ im Team kaum mehr aushalte, wenn er auf die Einhaltung seiner Arbeitszeit bestehe und auch nicht mehr in der Lage sei, bis spät in die Nacht zu arbeiten.

 

September 2014
Zwei Zitate zum 75. Todestag von Sigmund Freud (6. Mai 1856 – 23. September 1939)

„Die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat. Am Ende, nach unzähligen oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch. Dies ist einer der wenigen Punkte, in denen man für die Zukunft der Menschheit optimistisch sein darf.“ (Sigmund Freud, 1927)

Und aus aktuellem Anlass –  täglich werden wir mit Nachrichten von ertrunkenen, vertriebenen, verleumdeten und wieder verjagten Flüchtlingen konfrontiert – Gedanken und Hoffnungen  aus einem Brief Freuds an seinen Sohn Ernst Freud aus dem Exil in London:

“… Zwei Aussichten erhalten sich in diesen trüben Zeiten, Euch alle beisammen zu sehen und – ›to die in freedom‹. Ich vergleiche mich manchmal mit dem alten Jakob, den seine Kinder auch im hohen Alter nach Ägypten mitgenommen haben, wie uns Th. Mann im nächsten Roman schildern wird. Hoffentlich folgt nicht darauf wie dereinst ein Auszug aus Ägypten. Es ist Zeit, daß Ahasver irgendwo zur Ruhe kommt. …” (Sigmund Freud, 12. Mai 1938)

 

August 2014
Besser scheitern?

„Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“ Samuel Beckett (1906-1989)

„Besser scheitern“ – was für ein interessanter Gedanke, wie kann aus Scheitern beim nächsten Mal ein besseres Scheitern werden? Mir fällt ein Erlebnis mit meinem damals einjährigen Enkel ein. Wir waren im Wiener Burggarten und er war eben dabei, laufen zu lernen und machte es mit Feuereifer, allerdings auch mit vielen Misserfolgen, die ihn aber – wie alle Kinder in diesem Alter – nicht hinderten, weiterzumachen. Die schönste Szene erlebte ich aber eben mit ihm im Burggarten, er lief den abschüssigen Weg nach unten, wurde immer schneller und schließlich stürzte er ziemlich heftig und unsanft direkt auf ein Kanalgitter. Ich lief los, als ich sah, wie sich sein Mund zum Weinen verzog. Doch bevor ich bei ihm war, nahm er ein paar Kieselsteinchen in die Hand und ließ sie in den Kanal fallen, interessiert beobachtend, wie sie im Dunkel verschwanden. Nach ein paar Minuten Versuchen mit dem freien Fall rappelte er sich hoch und lief weiter, genauso unsicher aber beherzt wie vorher. Was für ein schönes Scheitern.

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